Effektiver

Forscher wollen Kosten für Offshore-Windenergieanlagen senken

Wissenschaftler der Leibniz-Universität Hannover wollen mit einem Forschungsprojekt die Kosten für die Errichtung von Windenergieanlagen im Meer senken. Ziel des auf drei Jahre angelegten, drei Millionen Euro teuren Projekts sei es, die Entwicklung und Herstellung von Tragstrukturen für Offshore-Windenergieanlagen effektiver zu gestalten.

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Hannover (ddp-nrd/sm) - An dem Forschungsvorhaben, für das das Bundesumweltministerium jetzt grünes Licht gab, ist auch das Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik in Bremerhaven beteiligt.

Auf der Grundlage von Messdaten von Turm, der unter Wasser gelegenen Gründungsstruktur und der Verankerung im Meeresboden wollen die Wissenschaftler Erkenntnisse gewinnen, um die Tragstruktur optimal zu berechnen. Berücksichtigt werden dabei die Eigenschaften des Meeresbodens, das Schwingungsverhalten der Gesamtanlage sowie die Lasten durch Wind, Wellen und Seegang. Zudem werden Lebensdaueranalysen, Verbindungs- sowie Korrosionsschutztechniken entwickelt, so eine Sprecherin der Universität in Hannover.

Das Projekt ist Bestandteil des wissenschaftlichen Begleitprogramms für das Offshore-Testfeld alpha ventus in der Nordsee. Dabei werden 45 Kilometer nördlich von Borkum zwölf Windenergieanlagen in einer Wassertiefe von 30 Meter abgesetzt und etwa 30 Meter tief im Meeresboden verankert. Der Bau der ersten sechs Anlagen ist noch für diesen Sommer geplant. Eine Anlage speist bis zu fünf Megawatt Strom ins Netz und liefert damit im Jahr etwa 18 Gigawattstunden. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von rund 4100 Haushalten.