Keine Nahrungsmittel

Forscher erzeugen Strom aus Stroh

Wissenschaftler haben eine neue Biogasanlage entwickelt, die bei der Stromerzeugung ohne essbare Pflanzen auskommt. Bisher konnte für solche Anlagen nur ein begrenzter Anteil nicht-essbarer Stoffe wie Blätter oder Stroh genutzt werden, da sich Getreide oder Mais besser in Biogas umwandeln lassen.

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Dresden (ddp/sm) - In der von Mitarbeitern der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelten Pilotanlage würden dagegen ausschließlich Reststoffe aus der Landwirtschaft wie etwa Maisstroh verwendet. Obendrein sei mit dem Prototyp etwa ein Drittel mehr Biogas erzeugt worden als mit herkömmlichen Anlagen.

Kritiker bemängelten an der bisherigen Methode, dass durch die Verwendung von Nahrungsmitteln zur Energieerzeugung mittelfristig die Lebensmittelpreise steigen könnten.

Die Forscher des Dresdner Fraunhofer-Instituts optimierten derweil nach eigenen Angaben auch den Gärungs- und den Verbrennungsprozess. Die Einlagerungszeit der Silage bei der Gärung habe von normal etwa 80 Tagen auf rund 30 Tage gesenkt werden können. Zudem sei der Wirkungsgrad der verwendeten Brennstoffzelle gesteigert worden. Die gebaute Pilotanlage könne mit 1,5 Kilowatt elektrischer Leistung in etwa den Bedarf eines Einfamilienhauses decken.