Stilllegung

Forderung: Alternativen für Atommüll in Morsleben suchen

Umweltaktivisten fordern vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) konkrete Aussagen über die Zukunft des im Endlager Morsleben (Landkreis Börde) lagernden Atommülls. Es müssten verschiedene Optionen untersucht werden, was mit dem Müll geschehen soll, sagte Robin-Wood-Energiereferent Dirk Seifert am Freitag.

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Morsleben (ddp/red) - Seifert kritisierte, die BfS als Betreiber des Lagers wolle anders als beim Atommülllager Asse auf eine solche Alternativenprüfung verzichten. Während in der Asse verschiedene Optionen wie Verfüllung der Stollen, Umlagerung des Atommülls in tiefere Schichten oder Rückholung des Atommülls untersucht würden, wolle das BfS in Morsleben auf eine solche Prüfung verzichten.

"Es ist nicht nachvollziehbar, warum für den Umgang mit dem radioaktiven Atommüll im Endlager Morsleben andere Maßstäbe gelten sollen als im Lager in der Asse", sagte Seifert. Auch die Möglichkeit, den in Morsleben lagernden Atommüll zu bergen, müsse untersucht werden.

Seit Mitte Oktober liegen die Planungsunterlagen zur Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben öffentlich aus. Bis 21. Dezember können Einwände geäußert werden. In Morsleben lagern unterirdisch fast 37.000 Kubikmeter niedrig- und mittelradioaktive Abfälle, die unter anderem aus dem Betrieb von Kernkraftwerken, Forschungsreaktoren und aus der Medizin stammen.