Reges Interesse

Förderung von Dach-Solaranlagen brummt

Ein Beispiel aus Ostdeutschland: Für das erst kürzlich aufgelegte Förderprogramm Thüringens zur Errichtung von Dach-Solaranlagen liegen derzeit 91 Anträge mit einem Investitionsvolumen von 12 Millionen Euro vor. Die Nachfrage sei extrem hoch, hieß es, wenn auch merkwürdigerweise nicht aus allen Landesteilen gleich stark.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (dapd/red) - "Die Nachfrage ist so hoch, wie wir es in unseren kühnsten Träumen nicht erwartet hätten", sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) am Dienstag in Erfurt in einer ersten Bilanz des Mitte des Jahres aufgelegten Programms zur Förderung der Solarenergie. Mit den vorliegenden Anträgen sei ein Fördervolumen von 2,4 Millionen Euro verbunden.

Insgesamt stünden in dem bis 2013 laufenden Programm 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. Damit könnten rund 30 Millionen Euro an Investitionen angestoßen werden. "Das 1000-Dächer-Programm ist ein Erfolgsprodukt, das den grünen Motor Thüringen beschleunigt", sagte Machnig. Es leiste einen deutlichen Beitrag dazu, den kommunalen Investitionsstau bei der Nutzung von Solaranlagen zu lösen. Viel besser könne Wirtschaftsförderung nicht eingesetzt werden.

Kritisch äußerte sich Machnig über die mangelnde Resonanz in Ost- und Nordthüringen. Während aus diesen beiden Regionen nur jeweils zwölf Förderanträge gekommen seien, seien es in Mittelthüringen 39 und in Südthüringen 26 Anträge gewesen. Machnig kündigte an, in Kürze die "Brachflächenstudie" vorzulegen, die geeignete Standorte für Solarenergie Anlagen in Thüringen ausweise. Davon gebe es auch in Nord- und Ostthüringen reichlich.

Mit dem 1000-Dächer-Programm wird die Errichtung von Solaranlagen auf Dächern und an Fassaden von Gebäuden gefördert, die sich im Eigentum von Kommunen und kommunalen Unternehmen befinden. Auch werden gemeinnützige Organisationen wie Sportvereine, soziale Träger und Kirchen sowie genossenschaftliche Zusammenschlüsse, Stiftungen und Vereine unterstützt, die gemeinsame Anlagen errichten wollen. Die Förderung beträgt 20 Prozent der Investitionssumme bis zu einer Höchstgrenze von 100.000 Euro. Beim Einsatz innovativer Technologien ist eine Erhöhung der Förderquote auf bis zu 40 Prozent möglich.