Ab 1. Juli

Fördersetze für Sonnen-Kombi-Anlagen steigen

Wer die Errichtung einer Solaranlage plant, die zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung dient, kann künftig mehr Zuschuss bekommen. Ab 1. Juli werden für diese Kombianlagen die Fördersätze aus dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien von 110 auf 135 Euro je Quadratmeter erhöht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Gute Nachrichten gibt es für Hausbesitzer, die auf dem Dach Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung errichten wollen. Ab 1. Juli werden die Fördersätze von derzeit 110 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche auf 135 Euro angehoben. Damit werden diese Kombi-Anlagen, die die Solarwärme gegenüber Anlagen zur reinen Brauchwassererwärmung besser ausnutzen, zukünftig besser gestellt.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin geht davon aus, dass durch die verbesserte Förderung das umweltfreundliche Heizen von Gebäuden mit der Sonne weiter an Attraktivität gewinnt. "Das Marktanreizprogramm zur Förderung von erneuerbaren Energien leistet einen messbaren Beitrag, dass Wärme aus erneuerbaren Energien Schritt für Schritt billiger und komfortabler nutzbar wird."

Die Förderätze für Solarkollektoren reiner Brauchwasseranlagen werden hingegen um fünf Prozent von 110 auf 105 Euro gesenkt. "Steigende Ölpreise und um zehn Prozent gesunkene Investitionskosten seit zwei Jahren dürften die Reduzierung der Förderung, die bei einer Standard-Kollektorgröße von sechs Quadratmetern 30 Euro ausmacht, mehr als kompensieren", sagte Trittin.

Neu ab 1. Juli 2005 ist auch die Möglichkeit für Schulen, neben der Förderung von Solarkollektoranlagen und automatisch beschickten Biomasseanlagen einen Bonus für zusätzliche Maßnahmen zu erhalten, die den Betrieb der Anlage für Schueler, Lehrer und Eltern anschaulich machen. Der neue Programmteil "Wärme aus Erneuerbaren Energien in der Schule" ersetzt die bisherige Förderung von Photovoltaikanlagen auf Schulen, denn solche Anlagen können seit dem vergangenen Jahr Einspeisevergütungen nach dem EEG erhalten.

Das Bundesumweltministerium stellt für die Förderung von Investitionen im Bereich erneuerbare Energien im Rahmen des Marktanreizprogramms in diesem Jahr 193 Millionen Euro zur Verfügung.