Für Städte und Gemeinden

Förderprogramm KlimaschutzPlus wird fortgesetzt

Das kommunale KlimaschutzPlus-Programm in Baden-Württemberg wird in diesem Jahr neu aufgelegt, informiert Umweltministerin Tanja Gönner. Neu im Programm sei die Förderung von Städten und Gemeinden, die am Qualitätsmanagement- und Zertifizierungssystem "European Energy Award" teilnehmen würden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Ziel des KlimaschutzPlus-Programmes, für das in diesem Jahr 6,5 Millionen Euro bereit stehen, ist die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Der Fördersatz liege erneut bei 50 Euro pro vermiedener Tonne Kohlendioxid. Auf welche Weise der Ausstoß reduziert werde, sei zweitrangig. Das Förderprogramm ergänze das vom Bund in diesem Jahr aufgelegte Altbausanierungsprogramm für den privaten Wohnungsbau, so Umweltministerin Gönner. "Wir setzen ganz bewusst bei Nichtwohnungsgebäuden einen Schwerpunkt, um auch in diesem Bereich einen Impuls zu geben."

Mit insgesamt elf Millionen Euro sei im vergangenen Jahr über das KlimaschutzPlus-Förderprogramm der Einbau energiesparender und umweltfreundlicher Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Betrieben unterstützt worden, so die Ministerin. "Durch die erzielte höhere Energieeffizienz geht der jährliche Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids um 525.000 Tonnen zurück." Das Förderprogramm habe Gesamtinvestitionen von mehr als 80 Millionen Euro ausgelöst, was zugleich ein Impulsprogramm für Mittelstand und Handwerk sei.

Mehr als zwei Drittel der Gelder seien in kommunale Einrichtungen geflossen. Ein Schwerpunkt habe dabei in der energetischen Sanierung von Schulen gelegen. Insgesamt drei Millionen Euro seien für Einrichtungen von Kirchen und Betrieben bereitgestellt worden. In diesem allgemeinen Förderbereich habe der Schwerpunkt mit etwa der Hälfte der Anträge bei Betriebsgebäuden gelegen. "Im Vordergrund standen Heizungsmodernisierung und Wärmedämmung", erläuterte die Ministerin. "In diesen Bereichen liegt das Energieeinsparpotenzial bei teilweise über 50 Prozent." Über das Programm würde außerdem die Nutzung erneuerbarer Energien vorangetrieben. So seien mehr als 80 Blockheizkraftwerke und 16 Holzpelletanlagen gefördert worden.