Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke begrüßt Regierungsbeschluss zum Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Als entscheidende Weichstellung für einen Paradigmenwechsel in Richtung dezentrale und umweltfreundliche Strom- und Wärmeerzeugung nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Deutschland wertet die Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke den Beschluss der Bundesregierung, im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms eine gesetzliche Regelung zur Verdoppelung des Anteils der KWK-Stromerzeugung von zur Zeit etwa 12 Prozent auf 24 Prozent bis 2010 einzuführen. Damit wurden die Ergebnisse mehrerer Studien, gemäß denen diese Maßnahme für das Erreichen der klimapolitischen Ziele unverzichtbar ist, nach langem Zögern endlich in politische Entscheidung umgesetzt.


Auch die Festlegung auf ein Zertifikatshandelmodell sei zu begrüßen, da auf diese Weise das Verdoppelungsziel am effizientesten und ohne Eingriffe des Staates in Einzelentscheidungen erreicht werden könne. Dies werde inzwischen nicht nur von den meisten wissenschaftlichen Instituten, sondern auch von den involvierten Herstellerfirmen, Planern und Anlagenbetreibern in Industrie, Gewerbe und bei den kommunalen Unternehmen mehrheitlich anerkannt. Einziger Wermutstropfen sei, dass man sich mit der erforderlichen gesetzlichen Regelung bis Mitte kommenden Jahres Zeit lassen wolle. Dies dürfe angesichts der bereits seit langem auch auf Bundesratsebene geleisteten Vorarbeiten nur als letzter in Betracht kommender Termin für ein Inkrafttreten interpretiert werden. Nach Meinung der Fördergemeinschaft Blockheizkraftwerke könnte das Gesetzgebungsverfahren bei sorgfältiger und zugleich zügiger Vorbereitung durchaus noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Jeder Monat Verzögerung bedeute vor dem Hintergrund des derzeitigen ruinösen Strompreisniveaus die umweltpolitisch kontraproduktive Stilllegung von KWK-Anlagen und den Verlust wertvoller High-Tech-Arbeitsplätze bei den zumeist mittelständischen KWK-Anlagenherstellern.