Hohes Potential

Fördergelder für Erforschung von Biogasanlagen

Um den wirtschaftlichen Betrieb bei landwirtschaftlichen Biogasanlagen zu unterstützen, hat das rheinland-pfälzische Umweltministerium dem Prüf- und Forschungsinstitut (PFI) Pirmasens Fördergelder in Höhe von 137.000 Euro bewilligt. So sollen auch neue Einkommensquellen für Landwirte erschlossen werden.

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Mainz (red) - Das PFI wird im Rahmen des genannten Projektes zunächst die biologischen Prozesse von landwirtschaftlichen Biogasanlagen untersuchen, so eine Mitteilung des Ministeriums. Auf der Grundlage der gewonnenen Ergebnisse soll dann der Betriebsprozess verbessert werden. Ziel sei es, die Effizienz der Anlagen zu steigern und somit eine sichere Grundlage für den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen zu schaffen.

Da in Rheinland-Pfalz in den nächsten Jahren noch viele landwirtschaftliche Biogasanlagen gebaut werden, kommt den Untersuchungen und späteren Forschungsergebnissen des Projektes eine Schlüsselfunktion zu. Die Fördermittel kommen jeweils zu Hälfte aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus Haushaltsmitteln des Landes.

Biogas bietet nach Ansicht von Umweltministerin Margit Conrad (SPD) noch erhebliche Entwicklungspotentiale und erschließt für Landwirtschaft und ländlichen Raum interessante Entwicklungs- und Einkommensperspektiven. "Das hat zur Folge, dass wir künftig mit den Ressourcen unseres Landes unabhängiger von den endlichen fossilen Energierohstoffen werden und in der Landwirtschaft einen starken Partner für den Klimaschutz gewinnen", so Conrad. Rheinland-Pfalz besitzt in der landwirtschaftlichen Biomasse ein beachtliches energetisches Potenzial, auf dessen Basis bereits in rund 70 Anlagen des Landes Biogas erzeugt wird.

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