Rückenwind

"Focus": Justiz rüttelt an Gaspreiserhöhungen

Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet in dieser Woche von mehreren Verfahren, in denen sich die sogenannten Gas-Rebellen erfolgreich gegen die Preiserhöhungen ihrer regionalen Versorger wehren. Auch der BGH wird sich offensichtlich demnächst erneut mit dem Thema befassen.

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München (ddp.djn/sm) - Immer mehr Gerichte bestärken offenbar die so genannten Gas-Rebellen in ihren Klagen gegen Preiserhöhungen der großen Energieversorger. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, sind viele Preisanpassungsklauseln in Verträgen nach Ansicht des Landgerichts Bremen zu kompliziert und für Kunden nicht nachvollziehbar.

Dadurch könnte die Preiserhöhung unwirksam sein. In Hamburg muss E.ON Hanse nach einem Hinweisbeschluss des dortigen Landgerichts den klagenden Kunden möglicherweise detailliertere Einblicke in seine Kalkulation ermöglichen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) wird sich dem Blatt zufolge demnächst mit einer Klage eines Heilbronner Gaskunden befassen, der in erster Instanz gegen den lokalen Versorger gewonnen und in der zweiten verloren hatte. Das Landgericht Heilbronn hatte ausdrücklich eine Revision zugelassen.

Kunden, die ihre Gasrechnung kürzen, müssten nicht damit rechnen, dass ihnen der Gashahn zugedreht werde, schreibt das Blatt. Auch in diesem Punkt hätten mehrere Kammern für die Verbraucher geurteilt.