Künstliche Handelshemnisse

Florenzer Forum vereinbart Wegfall grenzüberschreitender Stromentgelte

Auf der zehnten Sitzung des Europäischen Elektrizitätsregulierungsforums von Florenz wurde der vollständige Wegfall des Netzzugangsentgelts für Stromexporte in Höhe von 50 Cent pro Megawattstunde beschlossen. Ab 1. Januar 2004 werden daher für grenzüberschreitende Stromtransaktionen im Binnenmarkt keine zusätzlichen Netzentgelte mehr erhoben.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stromtransaktionen werden künftig wie nationale Transaktionen behandelt und wie diese belastet. "Nachdem der Rat und das Parlament im Juni die neue Elektrizitäts- und die neue Erdgasrichtlinie sowie die Verordnung über den grenzüberschreitenden Stromhandel erlassen haben, sind wir nunmehr einen weiteren Schritt in Richtung auf einen voll funktionsfähigen Energiebinnenmarkt vorangekommen", sagte Loyola de Palacio, die für Energie und Verkehr zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.

Im Florenzer Forum sind die Kommission, die nationalen Stromregulierer und zuständigen Ministerien, die Übertragungsnetzbetreiber, Wirtschaft und Verbraucher vertreten. Das Forum wurde 1998 gegründet und tagt zwei Mal im Jahr, um Fragen zu erörtern, die die Schaffung eines echten Elektrizitätsbinnenmarktes betreffen und nicht in der Elektrizitätsrichtlinie behandelt werden. Die wichtigsten Fragen, mit denen sich das Forum derzeit befasst, sind die Entgeltbildung im grenzüberschreitenden Stromhandel sowie die Zuweisung und das Management knapper Verbindungskapazitäten.