Drohgebärden

FlexStrom droht Stromkonzernen mit Schadensersatzforderungen

Das Missbrauchsverfahren gegen E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall könnte Schadensersatzansprüche in Millionenhöhe nach sich ziehen. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, will der mittelständische Anbieter FlexStrom prüfen, ob er solche Ansprüche juristisch geltend macht.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Ansprüche belaufen sich vermutlich auf mehrere Millionen Euro und würden dann an die Stromkunden rückvergütet. "Wir sind das unseren Kunden schuldig: Die Stromverbraucher in ganz Deutschland sind die Leidtragenden der überhöhten Gebühren", so FlexStrom-Geschäftsführer Robert Mundt. Der alternative Anbieter beklagt seit langem überhöhte Netzgebühren, die attraktivere Angebote verhinderten.

Auf Antrag des Unternehmens Lichtblick hat die Bundesnetzagentur bereits ein Missbrauchsverfahren gegen die vier großen Stromkonzerne eingeleitet. Diesen wird vorgeworfen, durch die Aufteilung des Netzes in vier Zonen unnötig viel Regelenergie zu produzieren und den Kunden bundesweit in Rechnung zu stellen. Die Regelenergie dient zum Ausgleich von Verbrauchsschwankungen. Die Kosten dafür werden von allen Haushalten als Netzgebühr getragen.