Strom-News
Reaktor vom Netz genommenIn einem französischen Atomkraftwerk am Ärmelkanal hat es in der Nacht zum Freitag gebrannt. Das Feuer sei an einem Generator im nichtnuklearen Teil der Anlage ausgebrochen, sagte Werksleiter Conrado Perez am Morgen. Der betroffene Reaktor sei abgeschaltet worden, das Problem werde untersucht.
Le Havre (afp/red) - Menschen seien durch den Zwischenfall im nordfranzösischen Kraftwerk Paluel nicht zu Schaden gekommen, die Sicherheit sei nicht gefährdet gewesen. Die Werksleitung informierte nach eigenen Angaben unverzüglich die französische Atomaufsichtsbehörde ASN, die den Vorfall gemäß der internationalen "Ereignisskala" INES einstufen werde.
Das Feuer brach dem Werksleiter zufolge gegen drei Uhr morgens an einem Wechselstromgenerator aus, der den Strom für das Netz erzeugt. Das Atomkraftwerk in der Nähe von Dieppe war schrittweise zwischen 1984 und 1986 in Betrieb genommen worden, es ist eines der größten in Frankreich. Das Land bezieht seinen Strom zu vier Fünfteln aus Atomkraftwerken.
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Frankreich macht Tempo beim Umstieg auf alternative Fahrzeugantriebe. Der Staat wird vom Herbst an Aufträge für insgesamt 50.000 Elektroautos ausschreiben, die bei öffentlichen Unternehmen und in der Verwaltung eingesetzt werden sollen, wie das Industrieministerium am Dienstag in Paris mitteilte.
Im Atomstreit macht die SPD Druck auf Merkel. Beck verlangte am Wochenende von Merkel schnelle Aufklärung über die Absichten der Union im Umgang mit der Atomenergie. Bundesumweltminister Sigmar forderte den Stopp eines Gutachtens zur Erforschung künftiger Atomtechnologien durch die Kanzlerin.
Trotz Unterstützung einer weiteren Studie zur Erforschung künftiger Atomtechnologien versichert die Union, keinen Neubau von Kernkraftwerken in Deutschland zu planen. Merkel stellte am Freitag klar: "Solche Gedanken habe ich nicht, kenne ich nicht, will ich nicht". SPD und Grüne warfen der Union dagegen Wählertäuschung vor.
Obwohl der Neubau von Atomkraftwerken in Deutschland verboten ist, lässt das Bundeswirtschaftsministerium nach Informationen der "Financial Times Deutschland" neueste Reaktortypen erforschen. Die dreijährige Laufzeit dieses Projekts beginne unmittelbar nach der Bundestagswahl am 1. Oktober 2009.
In der Diskussion um die Atomenergie hat die stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Katherina Reiche versichert, der Neubau von Atomkraftwerken in Deutschland sei nicht beabsichtigt. "In Deutschland verfolgt keine Partei dieses Ziel - auch nicht Union und FDP", sagte Reiche der Online-Ausgabe der "Frankfurter Rundschau".Strompreise vergleichen
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