Zwischenfall

Feuer im stillstehenden AKW Brunsbüttel

Im weiter stillstehenden Atomkraftwerk Brunsbüttel ist am Donnerstag ein Feuer am Überspannungsableiter eines Eigenbedarfs-Trafos ausgebrochen. Der Brand konnte offenbar von der Werkfeuerwehr in kurzer Zeit gelöscht werden. Vattenfall sprach von einer "leichten Flammenentwicklung".

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Brunsbüttel (ddp/red) - Das teilte jedenfalls das für Reaktoraufsicht zuständige schleswig-holsteinische Justizministerium am Donnerstag in Kiel mit. Der vom Feuer betroffene Transformator wurde vom Netz genommen. Die Stromversorgung des Atommeilers übernimmt derzeit ein anderer Eigenbedarfs-Trafo.

Nach Angaben von Betreiber Vattenfall Europe war es an einem ölgefüllten Überspannungsableiter oberhalb des Trafos "zu einer leichten Flammenentwicklung" gekommen. Die Ölfüllung von weniger als einem Liter sei unter Aufsicht der Werkfeuerwehr kontrolliert abgebrannt. Der Überspannungsableiter dient zur Absicherung des Trafos vor Überspannungen aus dem Stromnetz.

Der Reaktor Brunsbüttel war nach einem Kurzschluss Ende Juni 2007 vom Netz genommen worden und steht seitdem still. Deshalb benötigt das AKW derzeit zur Deckung des Eigenbedarfs Strom aus dem öffentlichen Netz. Die Atomaufsicht hat Brandschutzsachverständige zur Bewertung und zur Klärung der Ursachen des Brandes zugezogen.