Strom-News
ZwischenfallIm weiter stillstehenden Atomkraftwerk Brunsbüttel ist am Donnerstag ein Feuer am Überspannungsableiter eines Eigenbedarfs-Trafos ausgebrochen. Der Brand konnte offenbar von der Werkfeuerwehr in kurzer Zeit gelöscht werden. Vattenfall sprach von einer "leichten Flammenentwicklung".
Brunsbüttel (ddp/red) - Das teilte jedenfalls das für Reaktoraufsicht zuständige schleswig-holsteinische Justizministerium am Donnerstag in Kiel mit. Der vom Feuer betroffene Transformator wurde vom Netz genommen. Die Stromversorgung des Atommeilers übernimmt derzeit ein anderer Eigenbedarfs-Trafo.
Nach Angaben von Betreiber Vattenfall Europe war es an einem ölgefüllten Überspannungsableiter oberhalb des Trafos "zu einer leichten Flammenentwicklung" gekommen. Die Ölfüllung von weniger als einem Liter sei unter Aufsicht der Werkfeuerwehr kontrolliert abgebrannt. Der Überspannungsableiter dient zur Absicherung des Trafos vor Überspannungen aus dem Stromnetz.
Der Reaktor Brunsbüttel war nach einem Kurzschluss Ende Juni 2007 vom Netz genommen worden und steht seitdem still. Deshalb benötigt das AKW derzeit zur Deckung des Eigenbedarfs Strom aus dem öffentlichen Netz. Die Atomaufsicht hat Brandschutzsachverständige zur Bewertung und zur Klärung der Ursachen des Brandes zugezogen.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Eine Energiefirma des Microsoft-Gründers Bill Gates und der japanische Elektronikkonzern Toshiba wollen gemeinsam einen neuartigen Atomreaktor bauen. Er soll hundert Jahre laufen können, ohne neues Brennmaterial zu benötigen, und laufe mit abgereichtertem Uran.
Laut einem Zeitungsbericht lässt die Regierung gerade vier verschiedene Atomausstiegs-Szenarien durchrechnen, darunter ist auch ein Modell mit einem um 20 Jahre verlängerten Ausstieg. Die Modelle sind Teil eines Gutachtens, dessen erste Ergebnisse in diesem Sommer der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.
Im schleswig-holsteinischen Kernkraftwerk Brokdorf ist es zu einer Störung im Kühlkreislauf des Reaktors gekommen. Schon am Dienstag sei eine Elektronikkarte durchgebrannt. E.ON hat am Donnerstag über den Vorfall informiert, was noch innerhalb der zulässigen Frist lag.
Der drittgrößte deutsche Energiekonzern Vattenfall will keine Restlaufzeiten mehr vom AKW Krümmel auf das AKW Brunsbüttel übertragen. Der 2007 beim Bundesumweltministerium gestellte Antrag auf Übertragung von Stromproduktionsrechten sei zurückgezogen worden, teilte Vattenfall Europe mit.
Wissenschaftler aus Japan und den USA forschen einem Magazinbericht zufolge an Mini-AKW, damit Dörfer und Kleinstädte in der Zukunft ihren eigenen Strom erzeugen können. Die kleinen Kraftwerke sollen sicherer sein als die großen.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!