500 neue Arbeitsplätze

Festland-Basis für Offshore-Windkraft soll in Emden entstehen

Mit der in Bremen ansässigen BARD Engineering GmbH unterzeichnete der Emdener Oberbürgermeister jetzt eine Grundsatzvereinbarung zum Bau einer Festland-Basis für die Errichtung und den Betrieb von Windkraftanlagen auf hoher See. Die Investitionen werden auf mehr als zwei Milliarden Euro geschätzt.

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Emden (ddp-nrd/sm) - Das ostfriesische Emden positioniert sich zunehmend als wichtiger Standort der regenerativen Energiewirtschaft. Mit der in Bremen ansässigen BARD Engineering GmbH unterzeichnete Oberbürgermeister Alwin Brinkmann (SPD) eine Grundsatzvereinbarung zum Bau einer Festland-Basis für die Errichtung und den Betrieb von Windkraftanlagen auf hoher See, wie ein Stadtsprecher mitteilte. In der vergangenen Woche war bereits ein Vertrag mit einer Arbeitsgemeinschaft aus vier Unternehmen abgeschlossen worden, die ein Großkraftwerk für regenerative Energieerzeugung in Emden ansiedeln will.

Dem Stadtsprecher zufolge plant die BARD Engineering GmbH in drei Projektphasen den Bau von insgesamt 240 Windkraftanlagen in der westlichen deutschen Nordsee. Die elektrische Leistung soll sich auf mehr als 1200 Megawatt summieren. Die ersten 40 Anlagen sollen bei planmäßigem Verlauf im Jahr 2007 errichtet werden. Die Investitionen für dieses Vorhaben werden auf mehr als zwei Milliarden Euro geschätzt.

Mit der Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung beginnen die Planungen für die Betriebszentrale in Emden. Kurzfristig soll ein Vertrag zur Nutzung einer Fläche im Emder Hafen mit der Hafengesellschaft des Landes Niedersachsen besiegelt werden. Nach dem Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen ist der Bau einer Halle und eines Verwaltungsgebäudes auf einer Gesamtfläche von zirka 15 000 Quadratmetern vorgesehen. Mitte 2006 könnten demnach die ersten Arbeiten für das Windkraftvorhaben in der Deutschen Bucht beginnen. Die Stadt Emden hofft auf die Schaffung von insgesamt 500 Arbeitsplätzen.