Für mehr Marktransparenz

Festgelegt: Ausschreibungsbedingungen für Minutenreserve

Alle Übertragungsnetzbetreiber im Strommarkt müssen ab 1. Dezember 2006 die Regelenergie in Form der Minutenreserve in einer gemeinsamen Ausschreibung auf einer gemeinsamen Internetplattform beschaffen. Dies ist das Ergebnis des Festlegungsverfahrens, das die Bundesnetzagentur jetzt abgeschlossen hat.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - "Wir haben uns in unserer Festlegung davon leiten lassen, die Bedingungen für die Beschaffung der Minutenreserve so auszugestalten, dass stets ein hinreichendes Angebot von Minutenreserve zu erwarten ist und durch einen funktionierenden Bieterwettbewerb langfristig der nötige Preisdruck entsteht", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Festlegung der einzelnen Bestandteile der Ausschreibungsbedingungen ist nach Behördenangaben im "intensiven Dialog" mit den Marktteilnehmern getroffen worden. Sie beinhaltet u.a. täglich sechs so genannte Zeitscheiben für Ausschreibung und Vergabe, ein Absenkung der Mindestangebotsgröße auf 15 Megawatt. Außerdem wird die gesamte Ausschreibung wird vor den Beginn des Haupthandels für Stundenkontrakte der Strombörse European Energy Exchange (EEX) gelegt. Auch die Rechte und Pflichten der Übertragungsnetzbetreiber wurden festgelegt. Die Festlegung ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

Kurth geht davon aus, dass das Gesamtpaket der Festlegungen zu mehr Wettbewerb auf dem Minutenreservemarkt und damit langfristig zu sinkenden Kosten führen werde.

Die so genannte Minutenreserve ist die Form der Regelenergie, die nach telefonischem Abruf binnen fünfzehn Minuten in vollem Umfang bereitgestellt sein muss. Regelenergie, und damit auch die Minutenreserve, ist für die Gewährleistung der Systemsicherheit zwingend erforderlich. Zugleich sei sie ein ganz erheblicher Kostenblock im Rahmen der Netznutzungsentgelte, so eine Erläuterung der Behörde.

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