Jubiläum

Festakt: 50 Jahre Forschungszentrum Karlsruhe

Mit einem Festakt hat gestern das Forschungszentrum Karlsruhe sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Die anwesende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte die Arbeit des Zentrums und forderte erneut ein Konzept zur Zukunft der Energieversorgung. Zentrumschef Prof. Manfred Popp wandte sich gegen den deutschen Atomausstieg.

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Karlsruhe (red) - Bereits am Dienstag hatte Merkel angekündigt, bis zum Jahr 2009 zusätzliche sechs Milliarden Euro für Wissenschaft und Forschung bereitzustellen.

Im Vorfeld der Feierlichkeiten sprach sich der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Karlsruhe, Prof. Manfred Popp, gegen den deutschen Atomausstieg aus. Aufgrund der Sicherheit der zukünftigen Energieversorgung und der klimatischen Probleme sei ein "kategorischer Verzicht" auf die Kernkraft kaum durchzuhalten, so Popp. Er bedauerte das Fehlen öffentlicher Mittel für die Erforschung kerntechnischer Systeme und verwies auf Deutschlands hohe Fachkompetenz auf diesem Gebiet.

Das Forschungszentrum Karlsruhe entstand aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe, das für den Bau des ersten deutschen Forschungsreaktors gegründet wurde. Inzwischen erstrecken sich die Forschungen auf die Gebiete der industriellen Vorlaufforschung bis hin zur Produkt- und Verfahrensentwicklung, der Vorsorgeforschung und der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung.

Das Forschungszentrum Karlsruhe gehört zu 90 Prozent dem Bund und zu zehn Prozent dem Land Baden-Württemberg und hat derzeit über 3800 Beschäftigte, darunter mehr als 1400 Wissenschaftler. Es zählt zu den größten unabhängigen Forschungseinrichtungen in Europa. Zum Jubiläum gibt es in diesem Jahr eine Reihe von Veranstaltungen. Für den 23. September etwa ist ein "Tag der offenen Tür" geplant.

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