Vergleich

Fernwärme ist im Osten über 19 Prozent teurer

Die Preise für Fernwärme liegen im Osten deutlich über denen im Westen, jedenfalls für Gewerbekunden. Eine Studie des VEA zeigt außerdem, das die Preise besonders in den alten Bundesländern je nach Anbieter stark variieren und häufig von der Dauer der Nutzung abhängen.

Wärmetauscher© R.R. Hundt / Fotolia.com

Hannover (red) - Das Heizen mit Fernwärme bleibt für Unternehmen weiterhin teuer. Dabei zahlen Kunden in den neuen Bundesländern im Durchschnitt rund 19,1 Prozent mehr als in den alten. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) stellt in seinem aktuellen Fernwärmepreisvergleich insgesamt fest, dass sich die Preise im Durchschnitt nur wenig verändert haben. So koste Fernwärme im Westen Deutschlands rund 0,2 Prozent mehr und im Osten rund 0,7 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Bei den einzelnen Versorgern sei die Preisentwicklung jedoch sehr unterschiedlich.

Preise je Anbieter variieren stark

Zwischen den einzelnen Anbietern gebe es große Preisunterschiede – in den alten Bundesländern ergäben sich, je nach Bezugsdauer, sogar relative Preisunterschiede zwischen 66 und über 100 Prozent. Hier sind die günstigsten Versorger laut VEA die Energieversorgung Offenbach, die Stadtwerke Rosenheim und die Hertener Stadtwerke, die teuersten sind die Gas- und Wasserversorgung Fulda GmbH, infra fürth und e.on Avacon in Lüneburg. In den neuen Bundesländern seien die günstigsten Versorger die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda, Vattenfall Europe Wärme in Berlin und die Stadtwerke Eisenhüttenstadt. Die teuersten sind dem Verband zufolge die Stadtwerke Pirna, die Stadtwerke Frankfurt/Oder und e.on Avacon Wärme in Barleben.

Gewerbestrom mit Rechner vergleichen

Der vom VEA seit 1978 regelmäßig veröffentlichte Fernwärmepreisvergleich umfasst für die alten Bundesländer 66 Fernwärme-Versorgungsunternehmen (FVU) mit insgesamt 68 Fernwärmenetzen und für die neuen Bundesländer 24 FVU mit 24 Netzen. Wer sich als Unternehmer nicht nur für die Konditionen bei Fernwärme, sondern auch bei Strom interessiert, der kann über den Gewerbestromrechner von Strom-Magazin.de die Preise der Energieversorger vergleichen, die in ganz Deutschland tätig sind - er findet aber auch Anbieter direkt aus der jeweiligen Region. Zudem sind individuelle Beratungen für Großkunden ab einem Verbrauch von 30.000 kWh/Jahr möglich.