Umfrage

Fernseher werden immer größer und verbrauchen mehr Energie

Der Energieverbrauch durch Fernseher in Deutschland steigt immer mehr an. So zeigt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage der dena und Emnid, dass die Deutschen immer mehr zu großen Bilddiagonalen greifen, die gleichzeitig auch mehr Energie benötigen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (sm) - Die Umfrage ergab, dass bei den meisten deutschen Haushalten das TV-Gerät eine Bildschirmdiagonale von 66 Zentimetern und mehr misst und durchschnittlich etwas länger als vier Stunden täglich an sei. Dies ist im Vergleich zum Jahr 2006 damit schon fast eine Viertelstunde länger. Während vor zwei Jahren nur rund 20 Prozent der Geräte eine Bildschirmdiagonale von 80 Zentimetern und mehr erreichten, sollten es heute bereits etwa doppelt so viele sein. Gerade die größeren Fernsehgeräte führen zu erhöhten Stromkosten. Denn je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch, egal ob Röhre, Plasma oder LCD.

Die Initiative EnergieEffizienz rät Verbrauchern deshalb, beim Kauf eines Fernsehers genau zu prüfen, welche Bildschirmdiagonale zu ihren individuellen Ansprüchen passt, statt einfach zum größten Gerät zu greifen. Mehr Bildschirmdiagonale heißt nicht automatisch "besseres Bild" - aber immer "mehr Energieverbrauch".

Zusätzlich lohnt es sich auch bei Geräten gleicher Größe genau hinzusehen, denn selbst bei Fernsehern mit übereinstimmender Bildschirmdiagonale und Ausstattung können Stromverbrauch und -kosten im Betrieb um bis zu 60 Prozent voneinander abweichen. Eine niedrige Leistungsaufnahme im Betrieb bzw. On-Mode ist besonders wichtig, um die Stromkosten im Griff zu behalten. Auch im Stand-by sollte auf eine niedrige Leistungsaufnahme geachtet werden, bei energieeffizienten Fernsehern liegt sie unter 1 Watt.

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