Angekündigt

Ferngasunternehmen wollen langfristige Verträge öffnen

Nach den Kunden von E.ON können weitere Verbraucher auf sinkende Gaspreise hoffen. Wie das Buindeskartellamt mitteilte, haben Wingas, Gasunion und Saarferngas verbindlich zugesagt, die von der Behörde gestellten Anforderungen an Gaslieferverträge zu übernehmen.

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Bonn (ddp/sm) - Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte im Juni die Anforderungen des Kartellamtes an die Verträge der E.ON Ruhrgas bestätigt. Die langfristigen Verträge in der Branche gelten als ein Wettbewerbshindernis und somit als ein Grund für die hohen Preise. "Wenn lokale Gasversorger nicht an ein Ferngasunternehmen gebunden sind, können sie günstiger einkaufen. Das sollte auch den Verbrauchern zugute kommen", sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Ulf Böge.

Zuvor hatte mit E.ON Ruhrgas bereits das größte deutsche Ferngasunternehmen seinen Vertragsbestand nach einem Urteil des Düsseldorfer Oberlandesgerichts vom Juni zu dem im Oktober 2006 begonnenen Gaswirtschaftsjahr anpassen müssen. Wingas, Gasunion und Saarferngas folgten nun dieser Rechtsprechung. Die Verfahren gegen die Unternehmen würden eingestellt, erklärte das Bundeskartellamt. Die Verfahren gegen die anderen elf Ferngasunternehmen in Deutschland würden fortgesetzt. Unter Umständen müssten sie mit einer Untersagungsverfügung rechnen.