Energie-Effizienz

Feldtest für Wärmepumpen bestätigt gute Energiewerte

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat jetzt die Ergebnisse eines Feldtests zur Wärmeversorgung mit elektrischen Wärmepumpen vorgelegt. Dabei stellte man fest, dass sorgfältig geplante Pumpen sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile gegenüber Anlagen, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, haben.

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Holzminden (red) - Sind Wärmepumpen-Anlagen gut geplant, dem Einsatzzweck entsprechend dimensioniert und selbstverständlich auch noch einwandfrei installiert, können sie eine echte Alternative zu herkömmlichen Anlagen mit fossilen Brennstoffen sein. Zu diesem Ergebnis kam jetzt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg.

Besten Anlagen erreichten Arbeitszahl von 5,6

Getestet wurden von 2006 bis 2010 insgesamt 110 Wärmepumpenanlagen in deutschen Neubauten. Auf dem Prüfstand waren die Anlagen östereichischer und deutscher Unternehmen. Am besten schnitten dabei Erdreich-Wärmepumpenanlage ab. Sie erreichten beim Testsieger eine Arbeitszahl von 5,6. Das bedeutet: mit einer eingesetzten Kilowattstunde Strom können insgesamt 5,6 Kilowattstunden Heizenergie erzeugt werden, sprich: die 4,6fache Menge Energie wurde kostenlos aus der Natur gewonnen.

Marktanteil von Wärmepumpen nimmt stetig zu

Bei den Luft-Wärmepumpen und Grundwasser-Wärmepumpen wurden bei den besten Geräten immerhin noch Arbeitszahlen von um die 4,0 erreicht. Wärmepumpen haben vor allem in Deutschland einen immer höheren Marktanteil, gerade Neubauten werden häufig mit ihnen ausgestattet. Wer überlegt, sich eine Wärmepumpe anzuschaffen, kann die Gesamtergebnisse des Test auch über die Homepage des Fraunhofer Institus einsehen.