Fehlbetankungen

Fehlgriff an der Tankstelle: Das gilt es zu tun

An der Zapfsäule einmal nicht aufgepasst, und die falsche Treibstoffsorte fließt in den Tank. "Wie mit dem Malheur umzugehen ist, hängt davon ab, was und wie viel falsch getankt wurde"", beschreibt Carsten Graf vom ADAC in München die Schadenminderungsstrategie.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (dapd/red) - Allein die Helfer des ADAC werden nach eigenen Angaben pro Jahr mehr als 5000-mal gerufen, weil falsch getankt wurde.

Kritisch ist es, wenn statt Diesel Benzin oder Super getankt wurde - selbst bei geringen Mengen. Schon das bloße Anlassen des Dieselmotors kann zu einem Motorschaden mit Reparaturkosten von mehreren Tausend Euro führen. Deshalb sollte der Motor aus bleiben. "Der Tankinhalt muss abgelassen, das Kraftstoffsystem gereinigt und neu mit Diesel befüllt werden", erläutert der Neusser Kfz-Meister Hubert Erz die weitere Vorgehensweise.

Wurde Diesel statt Benzin getankt, heißt es ebenfalls, den Tank sofort entleeren. Denn schon durch eine geringe Menge Diesel kann es zu Störungen an der Kraftstoffanlage, beispielsweise verstopfte Filter, Düsen, Regelungsteile oder Ventile, kommen. "Auch in diesem Fall muss je nach Herstellervorschrift oft nicht nur der Tank gereinigt, sondern ebenso die gesamte Kraftstoffanlage gründlich gesäubert und überprüft werden", sagt ADAC-Mitarbeiter Graf. Allerdings kommt diese Fehlbetankung nur selten vor, da die Diesel-Zapfpistolen meist nicht in die Einfüllstutzen von Benzin-Fahrzeugen passen.

Wurde zu Normal statt Super gegriffen, kann man vorsichtig weiterfahren, wenn es die Bedienungsanleitung des Autos erlaubt. Man sollte aber Vollgas vermeiden und rasch Super nachtanken. Hintergrund ist, dass bei modernen Motoren mit Klopfsensoren - und dies ist inzwischen die Regel - die Motorsteuerung eingreift. Hier sind laut ADAC keine Probleme zu erwarten.