Strom-News
GreenwashingLaut einer repräsentativen Studie denken 15 Prozent der Deutschen, dass sie grünen Strom beziehen. Tatsächlich nutzen aber nur fünf Prozent der deutschen Haushalte Ökostrom. Das Fehlen verbindlicher Standards auf dem Ökostrom-Markt lässt die Stromkunden verwirrt zurück.
Nürnberg (red) - In einer repräsentativen Umfrage von Immowelt.de haben 15 Prozent der Befragten angegeben, bereits umweltfreundlichen Strom zu beziehen. Allerdings haben laut Angaben der Stromanbieter erst fünf Prozent der deutschen Haushalte einen Ökostrom-Vertrag abgeschlossen.
Die Gründe für den großen Unterschied zwischen tatsächlichen Ökostrom-Kunden und solchen, die sich dafür halten, liegen offenbar vor allem im fast undurchschaubaren Anbieterdschungel. Da die Bezeichnung Ökostrom nicht gesetzlich geschützt ist, werben einige kleinere und größere Versorger mit teils irreführenden Bezeichnungen.
Für Verwirrung sorgen auch Meldungen von Stadtwerken, dass gesamte Ortsnetze auf Ökostrom umgestellt würden. Hier versteckt sich hinter den Versprechungen häufig nur ein Verschiebegeschäft mit sogenannten Zertifikaten. Hierdurch ist es möglich, konventionell erzeugten Strom zu Ökostrom umzuetikettieren, indem Zertifikate von ausländischen Wasserkraftwerken gekauft werden - völlig legal, aber ohne Auswirkungen auf den deutschen Strom-Mix. Für die repräsentative Studie wurden im Januar 2010 gut tauesnd Personen befragt.
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Trotz der Finanzkrise wurde 2009 kräftig in erneuerbare Energien investiert; es wurden über das Marktanreizprogramm Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro getätigt. Die KfW-Bankengruppe vergab dabei 2100 Förderkredite in Höhe von 300 Millionen Euro, von denen rund 80 Prozent an kleine und mittlere Unternhemen gingen.
SenerTec und der Hamburger Energiedienstleister EnVersum wollen noch in diesem Jahr 100 Mini-Blockheizkraftwerke in Hamburg errichten; nächstes Jahr sollen 1500 im gesamten Bundesgebiet folgen. Mini-BHKWs seinen eine gute Ergänzung zu erneuerbaren Energien, um kurfristig auftretende Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.
Ab 15. März gibt es beim Discounter Lidl bundesweit zwei Wochen lang Ökostrom von eprimo. Zusätzlich gibt es beim Stromanbieter eprimo einen Neukundenbonus von 100 Euro obendrauf, der frei verwendet werden darf und nicht als reine Gutschrift aufs Konto kommt. Eine Preisgarantie wird auch gegeben.
Nachdem sich die Stadtwerke Schönebeck in einigen Fällen dagegen gesträubt hatten, einen Kundenwechsel zum Stromanbieter PCC Energie zu akzeptieren, wurde die Netzagentur eingeschaltet. Der Regulierer entschied jetzt zu Gunsten von PCC Energie und den gewechselten Kunden.
Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) verzeichnen eine zunehmende Nachfrage nach Ökostrom von Unternehmen, die sich somit für den Umweltschutz einsetzen möchten. Jedoch hätten einige Unternehmen vorbeihalte wegen zu hoher Strompreise. Dabei ist dem Stromanbieter zufolge Ökostrom kaum teurer als herkömmliche Stromtarife. Strompreise vergleichen
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