Standpunkt

FDP zu dena-Projekten: Praktische Schritte überfällig

Die FDP begrüßt den Start der Pilotprojekte "Energiepass" und "Niedrigenergiehaus im Bestand. Es hätte lang genug gedauert, von Energieeffizienz im Gebäudebestand nicht nur in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zu reden, sondern auch erste praktische Schritte einzuleiten. Allerdings hätten auch private Eigentümer einbezogen werden sollen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Anlässlich des Startschusses für zwei Leitprojekte der Energieeffizienz-Kampagne "zukunft haus" der Deutschen Energie-Agentur erklärt der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für nachhaltige Entwicklung, Michael Kauch:

"Die FDP begrüßt den Start der Pilotprojekte "Energiepass" und "Niedrigenergiehaus im Bestand", die die bundeseigene Deutsche Energie-Agentur heute startet. Es hat lang genug gedauert, von Energieeffizienz im Gebäudebestand nicht nur in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zu reden, sondern auch erste praktische Schritte zu unternehmen. Denn noch immer wird über ein Drittel des deutschen Primärenergieverbrauchs für Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet. Damit ist die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebestand ein zentrales Handlungsfeld nachhaltiger Entwicklung im Blick auf den Klimaschutz.

Allerdings wäre es für den Erfolg und die Aussagekraft der Pilotprojekte besser gewesen, auch individuelle, private Eigentümer von Mehrfamilienhäusern stärker einzubeziehen. Insbesondere das Projekt "Energiepass" für den Gebäudebestand, das Mietern und Käufern von Wohnobjekten Markttransparenz bezüglich der Energieeffizienz des Gebäudes geben soll, richtet sich vorrangig an Wohnungsbauunternehmen und Kommunen. Die Bedingung für die Teilnehmer des Feldversuches, mindestens 100 ausgestellte Energiepässe zuzusagen, mag den Aufwand für die Projektkoordinatoren verringern. Sie spiegelt die Realität des deutschen Gebäudebestandes allerdings nur ausschnittsweise wider, der erfreulicherweise einen erheblichen Anteil privaten Wohneigentums beinhaltet.