Auch gut für strukturschwache Gebiete

FDP will energetisches Potenzial nachwachsender Rohstoffe forcieren

Die Liberalen haben die Bundesregierung aufgefordert, die Rahmenbedingungen für die Erforschung und Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zu verbessern. Haushaltskürzungen in diesem Bereich sind für die FDP-Politikerin Dr. Christel Happach-Kasan tabu - eine Stärkung der energetischen Verwertung nachwachsender Rohstoffe sei unabdingbar.

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Berlin (red) - Die Expertin für nachwachsende Rohstoffe der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan, hat die Bundesregierung namens der Liberalen aufgefordert, die Rahmenbedingungen in Deutschland und der Europäischen Union für die Erforschung, Entwicklung und Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zu verbessern. Hintergrund der Stellungnahme ist ein FDP-Antrag im deutschen Bundestag (Drucksache 15/3358), mit dem die FDP das energetische Potenzial nachwachsender Rohstoffe forcieren will.

Deutschland nimmt, einer Energiestatistik des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge, im EU-weiten Vergleich der Kohlendioxid-Äquivalente je produzierter Kilowattstunde den viertletzten Platz ein. Eine Stärkung der energetischen Verwertung nachwachsender Rohstoffe im Energiemix sei daher "ein wichtiger Beitrag hin zur Orientierung einer nachhaltigen Entwicklung und dient ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen", so Happach-Kasan.

Besondere Potenziale sieht die FDP in der Weiterentwicklung von Biopflanzenölen, der Herstellung von Rohstoffen aus gentechnisch veränderten Pflanzen, der Nutzung von Biogasanlagen und Holzpellets zu Heizzwecken sowie in der Herstellung pflanzlicher Dämm- und Faserstoffe.

Großes Innovationspotenzial besitze zudem die "Blaue Biotechnologie". Hierbei handelt es sich um die marine Naturstoff-Forschung zur Gewinnung von neuartigen Medikamenten, Farb- und Referenzstoffen. Bereits heute weise dieser Bereich hohe wirtschaftliche Steigerungsraten auf. Bisherige Forschungsergebnisse zu Substanzen aus marinen Schwämmen ließen in naher Zukunft auf die Entwicklung von wirksamen Medikamenten zur Leukämiebekämpfung hoffen.

"Auf weitere Kürzungen im Haushalt des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft für den Bereich der nachwachsenden Rohstoffe ist zu verzichten", kommentierte die FDP-Politikerin. Eine verstärkte Förderung der Forschung im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe komme besonders dem ländlichen Raum, also den strukturschwachen Gebieten Deutschlands, zugute.