Vorschlag

FDP: Werner Müller soll neuen RAG-Konzern führen

RAG-Chef Werner Müller soll nach dem geplanten Börsengang des Unternehmens dessen Vorstandschef werden. Das schlägt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Gerhard Papke, im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe) vor. Es müsse eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligte gefunden werden.

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Köln (ddp-nrw/sm) - Papke begrüßte es in dem Blatt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem neuen Kohlegipfel eingeladen habe. Dabei soll der Streit geschlichtet werden, der um die geplante Kohle-Stiftung, vor allem um deren Vorsitz, entstanden ist. Müller strebt diesen Vorsitz mit Unterstützung der SPD an, NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) lehnt dies kategorisch ab.

Papke bedauert die "merkwürdige Verengung" der Diskussion auf eine einzige Personalfrage. Es gelte jetzt, eine "Lösung zu finden, die es allen Beteiligten erlaubt, ihr Gesicht zu wahren". Dies sei möglich, wenn man nicht nur den Stiftungsvorsitz in den Blick nehme, sondern auch die Leitung des neuen Konzerns, der aus den weißen Sparten der RAG (Chemie, Energie, Immobilien) entstehen solle. Es seien zwei "gleichwertige Positionen", betonte der FDP-Politiker. Er hoffe, dass Werner Müller sich bereit erkläre, den Konzernvorsitz zu übernehmen. Dies sei "kein Trostpflaster", denn es gehe um eine "strategische Schlüsselposition, um den Börsengang zu einem Erfolg zu führen, und um eine Schlüsselposition für das Industrieland NRW".