Ein Block statt zwei

FDP schlägt Reduzierung der Kraftwerkspläne in Ensdorf vor

In der Diskussion um das geplante neue Kohlekraftwerk in Ensdorf plädiert die FDP für eine verkleinerte Lösung. Die Bürger im Raum Ensdorf dürften durch den Kraftwerksneubau nicht zusätzlich belastet werden. "Deshalb sollte statt zwei Kraftwerksblöcken nur ein Block gebaut werden", schlug Jochem (FDP) vor.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Saarbrücken (ddp-rps/sm) - Die Landesregierung solle "entsprechenden Druck auf RWE ausüben". Karl-Josef Jochem, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, fügte hinzu, grundsätzlich begrüße die FDP die Entscheidung von RWE für den Standort Ensheim. Allerdings dürften die Bürger nicht unter einem erhöhten Schadstoffausstoß leiden. Das lasse sich aber nur erreichen, wenn RWE auf einen der zwei geplanten neuen Kraftwerksblöcke verzichte.

Dieser eine Block würde dann immer noch doppelt so viel Leistung erzeugen wie das bisherige Kraftwerk, ohne die Anwohner zusätzlich zu belasten, sagte der FDP-Politiker. Zudem wären zwei Kraftwerksblöcke auch unter dem Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens "unsinnig", da sie mehr Wärme produzieren würden, als es Abnehmer dafür gebe, fügte Jochem hinzu.

Der Energiekonzern RWE Power AG hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass die Entscheidung für den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks nun endgültig getroffen sei. Nach den Plänen des Konzerns wird in Ensdorf eine 1600 Megawatt-Doppelblockanlage für rund zwei Milliarden Euro errichtet. Das Kraftwerk soll spätestens im Jahr 2012 in Betrieb gehen.