Mehr Transparenz gefordert

FDP kritisiert hohe Versorgerpreise in Thüringen

Die Thüringer FDP fordert mehr Transparenz bei den Kosten kommunaler Versorgungsbetriebe. Dies sei notwendig, um zu erfahren, ob Gelder sinnvoll investiert oder in "den Dienstwagen der zahllosen kommunalen Geschäftsführer und politischen Ruhestandsposten versickern" würden, sagte Generalsekretär Patrick Kurth.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Im Freistaat müssten die Bürger beispielsweise für Wasser, Strom und Gas überdurchschnittliche Preise bezahlen, obwohl Thüringen ein "Niedriglohnland" sei. Dies geht aus einer aktuellen Verivox-Studie hervor.

"Nirgendwo ist das Gas teurer als in Gera, Strom so teuer wie in Jena oder der Spritpreis so hoch wie in Erfurt", fügte Kurth hinzu. Dadurch würden die Bürger doppelt benachteiligt, da der Bruttoverdienst eines Thüringers monatlich rund 800 Euro unter dem bundesweiten Durchschnitt eines Vollzeitbeschäftigten liege. Unter solchen Lebensbedingungen sei damit zu rechnen, dass "immer mehr Menschen dem Freistaat den Rücken zuwenden".