Schneller Ausstieg gefordert

FDP: Kohle-Aus im Saarland darf nicht zulasten der NRW-Bürger gehen

Die NRW-FDP hat längere Laufzeiten für nordrhein-westfälische Zechen wegen des möglichen Endes des Bergbaus im Saarland abgelehnt. "Ein vorzeitiges Ende des Saarbergbaus darf nicht zulasten von NRW gehen", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dietmar Brockes.

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Nalbach/Essen (ddp-nrw/sm) - Wenn die RAG nun eine längere Laufzeit für das Bergwerk West in Kamp-Lintfort in Aussicht stelle, um die Zeche Saar schneller schließen zu können, "wären höhere Schadensrisiken für die Bürger am Niederrhein die zwangsläufige Folge", sagte der FDP-Abgeordnete.

Die nordrhein-westfälische FDP werde nicht hinnehmen, "dass weniger Bergschäden für die Menschen im Saarland durch mehr Bergschäden und Gefahren für die Bürger am Niederrhein erkauft werden". Stattdessen müsse "der Ausstieg aus dem Subventionsbergbau insgesamt beschleunigt werden", sagte der FDP-Politiker.

Laut Medienberichten erwägt die RAG eine längere Laufzeit für Zechen an Rhein und Ruhr, falls das Bergwerk an der Saar dauerhaft geschlossen bleibt. Bergbaugegner wollen am Montag in Essen für ein Ende des Steinkohle-Abbaus an der Saar demonstrieren. Nach einem Erdbeben hatte die saarländische Landesregierung im Februar einen Abbaustopp für den Bergbau an der Saar verfügt. Ob der Abbau wieder aufgenommen wird, ist fraglich.