Netz AG gefordert

FDP: Glos soll sich nicht weiter gegen Entflechtung wehren

Die FDP fordert Bundeswirtschaftsminister Glos auf, den von E.ON beschlossenen Verkauf seines Übertragungsnetzes als Steilvorlage zu nehmen, den Konflickt mit der EU-Kommission über die Zerschlagung der Energiekonzerne beizulegen und sich nicht mehr gegen eine Zerschlagung zu wehren.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Bereitschaft des größten deutschen Stromkonzerns sein Netz zu veräußern, biete die Gelegenheit, den FDP-Vorschlag einer deutschen "Netz AG", in welche die vier großen Stromkonzerne ihre Übertragungsnetze einbringen, zu verwirklichen, fordert Gudrun Kopp, die energiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion. Eine solche Netz AG würde zur Auflösung der vier deutschen Regelzonen führen und den Einfluss der großen Unternehmen auf das Übertragungsnetz brechen.

Außerdem könnten so die Auseinandersetzungen mit der EU-Kommission über eine eigentumsrechtliche Entflechtung beendet werden. Kopp fordert den Wirtschaftsminister auf, das Gespräch mit den vier großen Netzbetreibern zu suchen und sie zu einer wegweisenden Lösung zu bewegen.