Widersprüchliche Aussagen

FDP fragt nach Förderung neuer Energieübertragungstechnologien

Die FDP-Bundestagsfraktion hat im Bundestag eine Anfrage gestartet und erkundigt sich bei der Regierung über die Förderung neuer Technolgien für eine effektive Energieübertragung. Grund sind widersprüchliche Aussagen von Umweltminister Jürgen Trittin zu Freileitungen und Erdkabeln.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Haltung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) zu den erneuerbaren Energien und zu neuen Technologien für eine effektive Energieübertragung interessiert die FDP in einer "Kleinen Anfrage" (Bundestagsdrucksache 15/4573).

Grund: Die Fraktion sieht einen Widerspruch in den Aussagen des Ministers. Einerseits bezweifele dieser die Notwendigkeit neuer Trassen für die Einbindung von Windkraftanlagen in der Nordsee und verweise auf Zwischenergebnisse von Untersuchungen der Deutschen Energie-Agentur. Andererseits aber sehe er laut Zeitungsberichten in der Verlegung von Erdkabeln eine wichtige Alternative zu Freileitungen. Die Liberalen plädieren ihrerseits für die Erweiterung von Stromübertragungsnetzen unter Anwendung fortschrittlicher Übertragungsstrategien, um künftig den auf See gewonnenen elektrischen Strom aus Windkraftanlagen in eine Gesamtstrategie für Deutschland einzubinden. Nun soll die Regierung Stellung nehmen.

Zudem erwarten die Abgeordneten eine Beurteilung der bisherigen Ergebnisse von Forschung und Entwicklung neuartiger Technologien für die Übertragung großer elektrischer Leistungen und Angaben über Förderung dieser Technologien im künftigen 5. Energieforschungsprogramm. Die Regierung soll auch sagen, welche konkreten Maßnahmen sie unternommen hat, um die Forschung und Entwicklung von innovativen Elektroenergieübertragungsanlagen für einen rationellen und verlustarmen Energietransport anstelle von herkömmlichen Freileitungen voranzubringen.