Mit Kernkraft

FDP fordert Umkehr in der Energiepolitik

Die FDP will die Option zum Einsatz aller zur Verfügung stehender Energieträger offen halten und schließt darin auch die Kernkraft ein. Dies sagte die energie- und verbraucherpolitische Sprecherin, Gudrun Kopp, als Reaktion auf die in den letzten Tagen mehrfach kritisierte Erhöhung der Strompreise. Sie forderte daher eine Umkehr der Energiepolitik.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

"Richtig ist, dass die Strompreise gestiegen sind und ein erneuter Energiepreisschub erwartet werden muss. Falsch sind jedoch Stil und Inhalt der Reaktionen von Bündnis 90/Die Grünen und ihrer Regierungsmitglieder auf diese Entwicklung." Mit diesen Worten reagierte die energie- und verbraucherpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gudrun Kopp auf die in den letzten Tagen von verschiedenen Politiker geäußerte Kritik an den Strompreiserhöhungen.

Ihrer Meinung nach ist die Struktur der Stromerzeugungskosten in der Bundesrepublik derzeit nicht optimal. "Das liegt zum einen an den hohen Kosten, die durch EEG und KWK-Gesetz an die Verbraucher weitergegeben werden, zum anderen aber auch am mangelnden Wettbewerb in den Strommärkten. Hier wird die Einführung eines schlanken Regulators Abhilfe schaffen", führte Kopp aus. Deutschland könne sich auf Dauer im internationalen Wettbewerb nur behaupten, wenn eine konsequente, an den Gesetzen des Marktes orientierte Energiepolitik erfolgt.

"Staatlich verursachte Preise müssen fallen, der Wettbwerb beschleunigt und die Voraussetzung geschaffen werden, Grundllaststrom zu den niedrigsten Preisen anzubieten", forderte die Liberale. Deshalb will die FDP die Option zum Einsatz aller zur Verfügung stehenden Energieträger offen halten. Dazu gehöre auch die Kernenergie.