Sachsen-Anhalt

FDP fordert regionale Studie zur Folgenabschätzung des Klimawandels

Die FDP fordert eine regionale Studie zur Folgenabschätzung des Klimawandels, um Konzepte zur Raumnutzung und zur Beratung betroffener Wirtschaftszweige zu nutzen. Laut CDU-Ministerin Wernicke werde bereits eine Klimadatenbank erarbeitet, die den Branchen dienen soll, die sich mit den Klimafolgen beschäftigen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Sachsen-Anhalts Forschungseinrichtungen sollten dabei einbezogen werden, sagte der FDP-Abgeordnete Gerry Kley am Freitag im Landtag. Die Ergebnisse sollten zur Entwicklung eigener Konzepte zur Raumnutzung sowie zur Beratung betroffener Wirtschaftszweige genutzt werden. Derzeit werte eine vom Umweltministerium eingerichtete Arbeitsgruppe Klimaschutz die vom Umweltbundesamt vorgelegte Klimastudie für Sachsen-Anhalt aus, sagte Umweltministerin Petra Wernicke (CDU). Außerdem werde eine Klimadatenbank Sachsen-Anhalt erarbeitet. Erste Ergebnisse daraus sollen bei einem Strategiegespräch im Sommer den Fachressorts und Wissenschaftseinrichtungen vorgestellt werden.

Die Klimadatenbank solle das Handwerkszeug für diejenigen Branchen liefern, die sich mit den Klimafolgen beschäftigen und Anpassungsstrategien entwickeln müssen, sagte Wernicke. Angesprochen sei die Industrie genauso wie jeder einzelne Bürger.

Anpassungsstrategien müssten in allen Bereichen entwickelt werden. Sachsen-Anhalt belege beim Anteil erneuerbarer Energien eine Spitzenposition in Deutschland, betonte Wernicke. Der Stromanteil aus Wind, Biomasse, Solar betrage rund 20 Prozent im Land. Der Anteil der erneuerbaren Energie bei der Primärenergie betrage 4,6 Prozent.

Die SPD rief zur Besonnenheit auf. Der Schwerpunkt liege auf der Umsetzung der Klimaschutzziele. Die Linkspartei.PDS beklagte, dass Klima-Studien nicht in Entscheidungen einfließen.