FDP fordert die Einführung von Börsenhandel mit Zertifikaten für Treibhausgase

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Ein Börsenhandel mit Emissionszertifikaten für Treibhausgase ist nach dem Willen der FDP-Fraktion in Deutschland einzuführen. In einem Antrag (Bundestagsdrucksache 14/4395) dringt die Fraktion darauf, dabei die Interessen kleiner und mittlerer Unternehmen explizit und angemessen zu berücksichtigen. Es gelte, ein nationales Emissionskataster für den Ausstoß von Treibhausgasen einzurichten und festzulegen, welche Wirtschaftssektoren an einem deutschen Handelssystem mit Emissionsrechten teilnehmen sollten. Außerdem müsse die Bundesregierung eine kompetente Organisation zur Notifizierung, Kontrolle und Abwicklung des Zertifikatehandels auswählen.


Nach Auffassung der Liberalen ist auf europäischer Ebene, wie auch weltweit der Handel mit Emissionszertifikaten zum Inbegriff einer modernen Klima- und Umweltpolitik geworden. Es gelte, für europaweite und internationale Herausforderungen gewappnet zu sein und die Bürger rechtzeitig und konkret mit der Funktionsweise einer zertifikategestützten Klimapolitik vertraut zu machen. Deshalb müsse der Börsenhandel mit Emissionszertifikaten auch in Deutschland zügig und entschlossen umgesetzt werden. Deutschland drohe sonst den Anschluss zu verlieren, da andere Länder in Europa den Börsenhandel mit Emissionsrechten längst vorbereitet hätten, heißt es weiter.