Strom-News
PopulismusDie gestiegenen Strompreise werden auch den Bundestag beschäftigen, wie der Vorsitzende des Verbraucherausschusses im Bundestag der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe) sagte. Der Hintergrund ist eine am Dienstag vorgelegte Studie zur Entwicklung der Strompreise in Deutschland.
Berlin (ddp/red) - Der FDP-Abgeordnete Hans-Michael Goldmann sagte dem Blatt, die von den Grünen vorgelegte Studie über Strompreise, wonach die Stromkonzerne eine Milliarde Euro von den Verbrauchern zu viel kassiert haben, werde Thema in der nächsten Sitzung des Verbraucheraussschusses im September werden.
"Wenn die Energieversorgungsunternehmen etwas gemacht haben, was nicht in Ordnung ist, und dazu Monopolstrukturen genutzt haben, muss es eine Rückerstattung an die Bürger geben", sagte Goldmann.
Goldmann hielt den Unternehmen "mangelnde Transparenz in der Preisgestaltung" der Strompreise vor und setzte sich dafür ein, "den Anbieterwechsel für Kunden zu erleichtern", um so für mehr Wettbewerb zu sorgen. "Von einem harten Wettbewerb kann auf dem Strommarkt keine Rede sein", erklärte Goldmann.
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Am Dienstag hatten die Grünen eine Studie veröffentlicht, wonach Stromkonzerne ihren Kunden in diesem Jahr rund eine Milliarde Euro zu viel in Rechnung stellen würden - die Preise an der Strombörse zeigten dies. Die Industrie hingegen wehrt sich gegen diese Sichtweise - und stellt weiter steigende Preise in Aussicht.
Die Strompreise steigen weiter. Im ersten Halbjahr zogen die Preise im Schnitt um zwei Prozent an, wie das Verbraucherportal Verivox am Dienstag mitteilte. Die Gaspreise blieben bislang stabil, Preiserhöhungen dürften aber spätestens zur Heizperiode auch in diesem Segment anstehen.
Die FDP in Gestalt ihres Generalsekretärs Christian Lindner hat Umweltminister Röttgen vorgeworfen, er nutze in der Atomfrage "diffuse Ängste" in der Bevölkerung aus. Lindner warnte, ein "zu schneller" Akw-Ausstieg würde zu deutlich höheren Strompreisen führen und mithin vor allem sozial Schwache treffen.
An heißen Tagen werden auch in der Schweiz gern die Klimaanlagen angeschaltet. Diese sind jedoch wahre Stromfresser: Das Elektrizitätswerk Zürich berichtet von bis zu fünf Prozent mehr Stromverbrauch. Das führt dazu, dass Stromspitzen nicht mehr aus eigenen Kräften abgedeckt werden können und Strom hinzugekauft werden muss.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat mit einer Kurzstudie die Ursachen für extrem hohe negative Strompreise am 3. und 4. Oktober 2009 untersucht. An diesen Tagen zahlten Stromerzeuger bis zu 500 Euro pro Megawattstunde, um ihren Strom loszuwerden.Strompreise vergleichen
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