Belohnung

FAZ: E.ON-Anteil an MVV geht an EnBW

Die 15 Prozent, die der E.ON-Konzern am Mannheimer Energieversorger MVV Energie AG hält, sollen einem Bericht der FAZ zufolge an die EnBW gehen. Sie gelten als "Belohnung" für das Stillhalten bei der Fusion von Ruhrgas und E.ON. Ob EnBW die nötigen 95 Millionen Euro aufbringen kann, ist indes noch unklar.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Karlsruher Energiekonzern soll einem Bericht der FAZ zufolge in wenigen Wochen 15-prozentigen E.ON-Anteil am Mannheimer Energieversorger MVV Energie AG übernehmen. In Branchenkreises heißt es, die Übernahme sei eine "Belohnung" für das Stillhalten der EnBW bei der Fusion von E.ON und Ruhrgas.

Laut FAZ haben Branchenkenner jedoch Zweifel, dass die EnBW mit einer Eigenkapitalquote von acht Prozent genügend Mittel dafür aufbringen kann. Im Juni hat die EnBW eigene Aktien an seine beiden Großaktionäre Electricite de France (EdF) und den Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) verkauft und dafür knapp 288 Millionen Euro erhalten, über ein weiteres Gesellschafterdarlehen wird spekuliert. Der E.ON-Anteil an der MVV ist laut FAZ knapp 95 Millionen Euro wert.

Auch seien noch verschiedene Kartellfragen zu klären, da sich die Absatzgebiete beider Unternehmen in Südwestdeutschland überschneiden.

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