Ostsee

Fährhafen Sassnitz beginnt mit Vorbereitungen für Pipeline-Bau

Im Fährhafen Sassnitz haben die Vorbereitungen zum Bau der Ostseepipeline von Deutschland nach Russland begonnen. Für die Errichtung eines Rohrummantelungswerks sei inzwischen ein ehemaliges Tanklager beräumt worden, sagte Hafen-Chef Harm Sievers.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Sassnitz (ddp-nrd/sm) - Kommende Woche starten zudem die Arbeiten zum Ausbau des Spülfeldes, auf dem die jeweils 20 Tonnen schweren Rohrsegmente vor ihrer Verschiffung zwischengelagert werden. Die ersten, in Mühlheim an der Ruhr hergestellten Rohre sollen bereits Anfang Mai mit der Bahn nach Mukran geliefert werden. Zeitgleich sei Baubeginn für eine 20.000 Quadratmeter große Fertigungshalle, sagte der Niederlassungsleiter der nordfranzösischen Firma EUPEC, Gerard Vogel. Das Unternehmen werde ab November dieses Jahres damit beginnen, die etwa zwölf Meter langen Rohre mit einer bis zu zehn Zentimeter starken Schutzschicht aus Beton zu ummanteln.

Insgesamt werden in Mukran rund 40 Millionen Euro investiert. Es entstehen für die Dauer des vierjährigen Trassenbaus 180 Arbeitsplätze.

Nach Angaben des Logistik-Chefs von Nord Stream, Ludwig von Müller, soll die Erdgastrasse dann voraussichtlich ab 2009 etwa 40 Kilometer von der deutschen Küste entfernt mit einem Spezialschiff verlegt werden. Der erste Strang der insgesamt 1220 Kilometer langen Trasse soll 2010 in Betrieb gehen.