Jobmotor

Experten sehen Windenergieanlagen als Exportschlager

Gute Absatzchancen für Windräder sehen Branchenexperten in den kommenden Jahren in Schwellenländern wie China oder Indien. Dort könnten die regenerativen Anlagen vor allem Dieselaggregate ersetzen. Umweltminister Trittin indes wies erneut auf die erneuerbaren Energien als "Jobmotor" hin.

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Bonn (ddp/sm) - Für deutsche Windenergieanlagen gibt es nach Darstellung von Branchenexperten ausgezeichnete Absatzchancen in den so genannten Schwellenländern. Boomstaaten wie China oder Indien hätten einen enormen Energiebedarf. Windkraftanlagen könnten in diesen Ländern vor allem Dieselaggregate in ländlichen Regionen ersetzen, teilten am Mittwoch der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Bundesverband Windenergie (BWE) anlässlich der Internationalen Energiekonferenz renewables 2004 in Bonn mit.

Die Windkraftanlagen eigneten sich für den Einsatz beispielsweise in Krankenhäusern oder auch für die Trinkwassergewinnung durch Meerwasserentsalzung. Somit sollte aus Sicht der Verbände die Windkraft bei der Entwicklungszusammenarbeit künftig eine größere Rolle spielen.

Unterdessen entwickelt sich der Wirtschaftsbereich rund um die erneuerbaren Energien nach Angaben des Bundesumweltministeriums zu einem "Jobmotor". Neben Solartechnikern und Windanlagenbauern würden zunehmend Beschäftigte in Zulieferbetrieben, bei Dienstleistern sowie in Planung oder Forschung gesucht. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) verwies am Rande der Bonner Energiekonferenz darauf, dass die wachsende Branche Frauen und Männer mit guter Ausbildung und Ideen benötige.