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Experten diskutieren über Zukunft der Energieversorgung

Stromlücke oder Stromlüge? In der Phoenix-Runde diskutieren am Mittwoch Abend Experten aus der Energiebranche darüber, ob Deutschland Engpässe bei der Energieversorgung bevorstehen oder ob die Warnungen vor einer Stromlücke unbegründet sind.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (red) - Unzuverlässig und teuer! Zwei Worte, die für den Energieexperten Prof. Georg Erdmann die Zukunft der Stromversorgung in Deutschland beschreiben. In den vergangenen Jahren sei in Kraftwerke und Stromnetze zu wenig investiert worden, so Erdmann. Schon in vier Jahren könne es daher zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen.

Doch einige Bundestagsabgeordnete und Umweltorganisationen haben starke Zweifel an dieser "drohenden Unterversorgung". Sie sehen weniger eine Stromlücke als eine Handlungslücke. Während die großen Energiekonzerne neue Kohlekraftwerke und längere Laufzeiten für Atommeiler fordern, erklären ihre Kritiker, dass allein durch die Nutzung effizienter Hausgeräte in Deutschland sieben Großkraftwerke "weggespart" werden könnten.

Steht eine Unterversorgung bevor oder ist die Sorge unbegründet? Was sichert die Energieversorgung im Land? Welchen Bedarf können alternative Energiequellen decken? In der Phoenis-Runde diskutiert Gaby Dietzen mit Prof. Klaus Töpfer (Rat für nachhaltige Entwicklung), Stephan Kohler (Deutsche Energieagentur), Prof. Georg Erdmann (Energieexperte, TU Berlin) und Volker Heck (Vorstandssprecher RWE) zum Thema "Stromlücke oder Stromlüge? - Der Streit um Energie". Die Sendung wird am Mittwoch, dem 23. April um 22.15 ausgestrahlt.