Kein Zusammenhang

Experte: Atomkraftwerk nicht Grund für erhöhtes Krebsrisiko

Das durch eine Studie festgestellte erhöhte Krebsrisiko bei Kindern in der Nähe von Atomkraftwerken rührt nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) nicht von der Strahlung der Kraftwerke her.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hildesheim (ddp-nrd/sm) - Nach "heutigem Stand der Wissenschaft" könne hier kein Zusammenhang hergestellt werden, sagte Hauke Brüggemeyer, Leiter für den Bereich der Messung von radiologischen Stoffen. Der NLWKN ist in Niedersachsen für die Überwachung der Abluft und des Abwassers aus kerntechnischen Anlagen zuständig.

Die Messwerte des NLWKN aus der Umgebung von Atomkraftwerken im Land seien um "mehr als den Faktor 1000 geringer, als dass sie den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos erklären könnten", erläuterte Brüggemeyer anlässlich der Eröffnung eines neuen Isotopenlabors im radiologischen Lagezentrum des NLWKN in Hildesheim. In dem rund 480.000 Euro teuren Labor für die Untersuchung von höher radioaktivem Material sollen radioaktive Funde untersucht werden. Dazu gehörten beispielsweise auch die Anfang dieses Jahres im niedersächsischen Lauenförde entdeckten, im Garten vergrabenen Uran-Pellets.