Weitere personelle Konsequenzen

Ex-Minister Trittin fordert Entlassung von Vattenfall-Chef Rauscher

Der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat wegen der Pannenserie in zwei norddeutschen Atomkraftwerken die Entlassung von Vattenfall-Chef Klaus Rauscher gefordert. Zudem meint er, Bundeskanzlerin Merkel müsse darüber nachdenken, ob sie wirklich Vattenfall Europe-Chef Josefsson als Klimaberater halten will.

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Berlin (ddp-nrd/sm) - "Ich finde, dass man die Frage nach der Verantwortung von Klaus Rauscher stellen muss", sagte Trittin der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe). "Es kann nicht sein, dass es bei der Entlassung von Bruno Thomauske, dem Leiter der Kraftwerkssparte, bleibt. Der ist nur ein Bauernopfer", so der Grünen-Politiker.

Die Bundesregierung rief Trittin dazu auf, "dringend darüber nachdenken, welche Berater sie sich hält." Der Chef des schwedischen Mutterkonzerns Vattenfall AB, Lars Josefsson, ist Klimaberater der Kanzlerin. Josefsson habe aber "in kürzester Zeit mehrere Zwischenfälle in seinen Atomkraftwerken zu verantworten", sagte Trittin. Der frühere Umweltminister forderte außérdem eine Verbesserung der Sicherheitskultur in den Atomkonzernen. Außerdem sollte die Atomaufsicht beim Bund konzentriert werden.