Energiekosten senken

Ex-Medienmanager Kofler startet Unternehmen für Energieeffizienz (Upd.)

Mit einem Unternehmen für mehr Energieeffizienz steigt der frühere Medienmanager Georg Kofler in die Energiebranche ein. Er garantiert Kunden eine Senkung der Energiekosten um zehn Prozent pro Jahr, wenn sie seiner neuen Firma Kofler Energies das komplette Energiemanagement von Gebäuden übertragen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Die Laufzeit der Verträge soll bis zu 15 Jahre betragen. Als Kunden habe er vor allem Krankenhäuser, Hotels und öffentliche Einrichtungen wie Hochschulen oder Behörden im Blick, sagte Kofler bei der Vorstellung seiner Geschäftsidee am Montag in München.

Erreichen muss Kofler pro Objekt Einsparungen zwischen 25 und 40 Prozent, "damit das Geschäft erfolgreich ist". Zehn Prozentpunkte gibt er an seine Kunden ab. Der Rest wird zum Großteil für Investitionen zum Beispiel in neue Heizkessel, Blockheizkraftwerke, Klimaanlagen oder Energiekonzepte investiert. Die Planung und den Betrieb übernimmt Kofler Energies mit einer eigenen Ingenieurgesellschaft. "Der Kunde riskiert nicht einen Euro", versicherte Kofler.

Was dann noch von den Einsparungen übrigbleibt, soll den Gewinn des Unternehmens darstellen. Er rechne für 2010 mit einem Jahresumsatz von 150 Millionen Euro und einer Rendite vor Steuern von zehn Prozent, sagte Kofler. Er sei überzeugt, die richtige Marktlücke gefunden zu haben. Mit bis zu 100 Millionen Euro Eigenkapital werde er in das neue Geschäft einsteigen. Hinzu sollen dann noch einmal 50 Millionen Euro von Banken kommen. Die Mindestgröße für Kunden sieht er bei 200.000 Euro an Energiekosten pro Jahr. Darunter lohne sich der Aufwand für ihn nicht.

Keine Versicherung gegen Energiepreissteigerungen

Als eine Rundum-Versicherung gegen steigende Preise bei Gas, Öl und Strom dürfe man das Geschäftsmodell aber nicht missverstehen. Solche externen Faktoren gibt Kofler Energies durchaus an die Kunden weiter. Allerdings treffe dies die Auftraggeber im Endeffekt weniger stark, da der Energieverbrauch ja vertraglich garantiert jedes Jahr weiter sinke. Den Markt für Energieeffizenzmaßnahmen sieht Kofler in Deutschland bei rund 15 Milliarden Euro. Das Energiesparen sei "die größte Energiequelle" überhaupt.

Die notwendige Fachkenntnis für die Energiebranche hat sich Kofler eingekauft. Die operative Leitung des Unternehmens liegt bei dem früheren RWE-Manager Konrad Jerusalem. Kernstück von Kofler Energies ist die von ihm übernommene kleine Frankfurter Ingenieursfirma NyConTec, die bereits seit einigen Jahren im Bereich Energieeffizienz tätig ist.

Kofler hatte sich einen Namen als Chef des Bezahlsenders Premiere und zuvor von ProSieben gemacht. Der Österreicher stieg zuletzt mit rund 30 Millionen Euro beim Touchscreen-Hersteller und Handy-Zulieferer Balda ein.