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Ex-McKinsey-Chef Kluge wird angeblich Strom-Lobbyist

Der frühere Deutschland-Chef der Beratungsfirma McKinsey, Jürgen Kluge, wird angeblich neuer Repräsentant der deutschen Energiewirtschaft. Darauf hätten sich die Chefs der vier großen Energieversorger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall in den vergangenen Tagen geeinigt, schreibt das Magazin "Der Spiegel".

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Demnach soll Kluge bereits in den kommenden Monaten als geschäftsführender Präsident des Branchenverbands für Strom und Gas installiert werden. Mit seinen exzellenten Verbindungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft solle der 54-jährige Manager dort maßgeblich dazu beitragen, das ramponierte Image der Stromversorger zu verbessern, schreibt das Magazin.

Dabei solle Kluge als eine Art Mediator die unterschiedlichen Interessen von Verbrauchern, Politik und Energiewirtschaft thematisieren und auch mit der eigenen Branche kritisch ins Gericht gehen. Die Idee, einen solchen Posten einzurichten, hatte RWE-Chef Jürgen Großmann seinen Kollegen bereits kurz nach seinem Amtsantritt im November unterbreitet.