Neue Liberalisierungswelle

EWV wappnet sich mit regionalen Kooperationen

Die EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH hat das Geschäftsjahr 2005 genutzt, um sich auf die zweite Welle der Liberalisierung vorzubereiten, Kooperationen mit benachbarten Energieversorgern zu vertiefen und den Ausbau des Erdgasnetzes vor allem im Selfkant und in der Eifel voranzutreiben.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Aachen/Düren/Heinsberg (red) - Mit einem Jahresüberschuss von 12,1 Millionen Euro liegt das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahrs knapp zwei Millionen Euro unter dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2004. Im Wesentlichen sei der Ergebnisrückgang auf die Verschmelzung der Beteiligungsgesellschaft EWV Generalbau Verwaltung GmbH & Co. KG auf die EWV zurückzuführen, hieß es aus der Unternehmenszentrale. Hinzu kämen Ertragseinbußen im Erdgasgeschäft, weil die gestiegenen Bezugskosten nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben worden seien. Im Geschäftsjahr 2005 wurden insgesamt 14,6 Millionen Euro als Dividende bzw. Konzessionsabgabe an die beteiligten Städte und Kommunen ausgeschüttet.

Im Rahmen ihrer Kerngeschäfte Strom und Erdgas hat die EWV eigenen Angaben zufolge knapp 13 Millionen Euro in die Region investiert. Mit acht Millionen Euro floss davon der größte Teil in den Aus- und Neubau der Strom- und Erdgasnetze. "Wir haben verstärkt unsere Nieder- und Mittelspannungsnetze erneuert und verkabelt. Mittlerweile befinden sich 98 Prozent aller Niederspannungsleitungen unterirdisch. Im Erdreich verlegt, sind die Leitungen viel weniger Witterungseinflüssen ausgesetzt", erklärte EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder auf der Bilanzpressekonferenz.

In der Stromsparte verzeichnet die EWV um fünf Prozent gestiegene Absatzmengen. Um 2,8 Prozent gesunkene Deckungsbeiträge wurden hingegen beim Erdgasgeschäft notiert. "Seit Oktober beziehen wir einen Teil unseres Erdgases vom italienischen Mineralölkonzern Eni S.p.A. Mit der bezogenen Menge versorgen wir unsere Kunden in der Eifel - insbesondere in Roetgen und Simmerath", erläuterte Schröder.