Rechtsbehelf

EWE widerspricht Untersagung der Gassperre

Gegen die einstweilige Verfügung des Landgerichts Oldenburg, einer Kundin, die nur einen Teil der Gaspreiserhöhung zahlt, nicht das Gas abstellen zu dürfen, will der Oldenburger Energieversorger EWE jetzt Rechtsmittel einlegen. Eine mündliche Verhandlung habe nicht stattgefunden, monierte die EWE.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Oldenburg (red) - Der Oldenburger Energiedienstleister EWE will gegen die ihm am Montag zugestellte einstweilige Verfügung des Landgerichtes Oldenburg Rechtsbehelfe einlegen. Das Gericht hatte dem Antrag einer EWE-Kundin stattgegeben und dem Unternehmen untersagt, Außenstände, die aus der Nichtzahlung der Gaspreiserhöhungen resultieren, mittels einer Sperrung einzufordern. Zudem hatte es die EWE aufgeforder, die Angemessenheit der Gaspreiserhöhungen nachzuweisen.

"EWE wurde von dem Landgericht Oldenburg in dieser Sache nicht angehört. Eine mündliche Verhandlung, in der EWE hätte Stellung nehmen können, fand nicht statt. Daher wird EWE nun Widerspruch gegen diese Entscheidung einlegen, um Stellung zu nehmen und - wie zuvor in anderen Verfahren - die Angemessenheit der Gaspreiserhöhung nachvollziehbar darzulegen", erläuterte EWE-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Brinker das Vorgehen seines Unternehmens.