Im Rahmen der Ostseepipeline

EWE: Kavernenspeicher für russisches Erdgas

Russisches Erdgas soll künftig in einem großen unterirdischen Hohlraum in Vorpommern gespeichert werden. Dafür wolle die Oldenburger EWE AG eine Kaverne im Salzstock Moeckow etwa 20 Kilometer südlich von Greifswald nutzen, sagte EWE Vorstands-Chef Werner Brinker am Donnerstag in Oldenburg.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Moeckow/Oldenburg (ddp-nrd/sm) - Der etwa 2000 Meter mächtige Salzstock befindet sich etwa 800 Meter unter der Erdoberfläche und soll im kommenden Jahr erkundet werden, erläuterte Brinker. Für den Herbst 2007 sei eine Probebohrung vorgesehen. Der mögliche Baubeginn wäre EWE zufolge frühestens Anfang 2008. Grundeigentümer und Pächter sollen noch in diesem Jahr persönlich über die Arbeiten informiert werden. Informationen zum Projekt werden zudem in Kürze im Amt Züssow ausgelegt.

Der neue Erdgasspeicher soll mit Erdgas aus der deutsch-russischen Ostseepipeline gefüllt werden. Über das 5,5 Milliarden Euro kostende Projekt der Nord Stream AG, werden voraussichtlich ab 2010 jährlich 27,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas von den nordrussischen Feldern bis zum Anlandepunkt Lubmin bei Greifswald gepumpt. Zwei Jahre später soll die Menge durch die Inbetriebnahme eines zweiten Stranges verdoppelt werden.

Die EWE AG sei an dem strategisch wichtigen Standort in unmittelbarer Nähe zum Anlandepunkt sehr interessiert, betonte der EWE-Chef. Zugleich würden damit die Speicherkapazitäten des Unternehmens erweitert. Derzeit betreibt der Oldenburger Energiekonzern bereits in Niedersachsen 23 Speicherkavernen. Zwei weitere befinden sich in Rüdersdorf bei Berlin im Bau.

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