Bei Emden

EWE baut weltgrößte Windenergieanlage

Nach dem Baubeginn im Juli dieses Jahres wurde jetzt der Fundamentbau abgeschlossen. Aufgrund der Bodenqualität war eine Tiefgründung aus 48 Stahlbetonpfählen mit einer durchschnittlichen Länge von 22 Metern erforderlich. Das Kreisfundament aus Stahl und Beton hat einen Durchmesser von über 21 Metern. Über 260 Fahrten von Betonmischfahrzeugen zur Baustelle waren erforderlich.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Die größte Windenergieanlage der Welt, die E 112 des Auricher Herstellers Enercon, wird derzeit im "Wybelsumer Polder" bei Emden errichtet. Bauherr ist der Oldenburger Energiedienstleister EWE AG. Die erste kommerziell betriebene Anlage dieses Typs hat eine Leistung von 4,5 Megawatt und wird nach Fertigstellung eine Gesamthöhe von über 180 Metern erreichen. Die ersten beiden Prototypen dieser Anlage stehen bei Magdeburg und Wilhelmshaven.

Nach dem Baubeginn im Juli dieses Jahres wurde jetzt der Fundamentbau abgeschlossen. Aufgrund der Bodenqualität war eine Tiefgründung aus 48 Stahlbetonpfählen mit einer durchschnittlichen Länge von 22 Metern erforderlich. Das Kreisfundament aus Stahl und Beton hat einen Durchmesser von über 21 Metern. Über 260 Fahrten von Betonmischfahrzeugen zur Baustelle waren erforderlich, um die Fundamentvorrichtung mit 1600 Kubikmeter Beton zu füllen. In den kommenden Monaten wird der Turm hergestellt und die Gondel montiert. Zum Schluss werden die drei 52 Meter langen Rotorblätter in einer Höhe von 124 Metern zusammengefügt.

Die technische Inbetriebnahme der Anlage ist für das Frühjahr 2004 geplant. Knapp 15 Millionen Kilowattstunden wird sie im Jahr produzieren. "Erfüllen sich die Erwartungen hinsichtlich Energieertrag und Verfügbarkeit, dann werden wir in naher Zukunft weitere Anlagen dieses zukunftsweisenden Modells errichten", erläutert Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des EWE-Vorstandes.

Im Windpark "Wybelsumer Polder", dem mit einer Gesamtleistung von 70 Megawatt größten Onshore-Windpark Europas, betreibt EWE derzeit 17 Anlagen vom Typ E 66 mit insgesamt 25,5 Megawatt.