Schutz bröckelt

Evonik soll seine RWE-Anteile über den Markt verkauft haben

Die "Financial Times Deutschland" will erfahren haben, dass der Essener Evonik-Konzern seine RWE-Aktien verkauft hat. Damit wird RWE immer angreifbarer für eine feindliche Übernahme. Eine Bestätigung für den Verkauf der Anteile gab es bislang von keiner der beiden Seiten.

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Essen (red) - Weiterhin schreibt das Blatt, RWE habe von der Bundesregierung das Signal erhalten, im Falle einer Übernahme von Regierungsseite keine Hilfe zu erwarten. Bislang stand RWE durch den hohen Anteil kommunaler Aktionäre ganz gut geschützt da, doch diese Zahl ist im Schrumpfen begriffen. Von knapp 30 Prozent seien jetzt noch gut 25 Prozent übrig, wie der Verband der Kommunalaktionäre mitteilte.

In diesem Zusammenhang ist besonders interessant, dass Evonik seinen RWE-Anteil laut FTD an der Börse und nicht etwa an die Städte und Gemeinden verkauft hat, wie es ursprünglich vorgesehen gewesen sei. Ein Verkauf an die Kommunen sei aus finanziellen Gründen gescheitert, hieß es. Evonik hat durch die Zusage, das RWE-Paket bis März zu halten, einige Millionen Euro eingebüßt.

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