Bilanz

EVO: Weniger Gewinn trotz Umsatzsteigerung

Obwohl die zum Mannheimer MVV gehörende Energieversorgung Offenbach ihre Umsatzerlöse im vergangenen Geschäftsjahr um acht Prozent auf 260 Millionen Euro steigerte, liegt der Gewinn mit mit 12,7 Millionen Euro leicht unter dem Ergebnis des letzten Jahres. Eine Dividende von 70 Cent pro Aktie gibt es dennoch.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Offenbach (red) - Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) konnte im vergangenen Geschäftsjahr ihre Umsatzerlöse um mehr als acht Prozent auf knapp 260 Millionen Euro erhöhen. "Angesichts der Konjunkturflaute ist das ein sehr gutes Ergebnis", urteilte EVO-Vorstandschef Matthias Brückmann kürzlich auf der Bilanzpressekonferenz.

Die zur Mannheimer MVV Energie AG gehörende EVO konnte eine Reihe von neuen Stromkunden gewinnen. Dazu zählen dem Vorstandsvorsitzenden zufolge mehr als hundert Liegenschaften des Bundes und des Landes Hessen. Allein dieser Auftrag hat nach Brückmanns Worten ein Volumen von 70 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Die Stromsparte steigerte ihren Umsatz um 9,4 auf nahezu 139 Millionen Euro. Der Absatz lag wie im Vorjahr bei 1 719 Gigawattstunden.

Sorge bereitet dem EVO-Vorstandsvorsitzenden allerdings die Erhöhung der Beschaffungskosten. Der Gewinn konnte daher nicht mit der Umsatzentwicklung Schritt halten. Mit etwa 12,7 Millionen Euro liegt der Überschuss leicht unter dem Vorjahresergebnis von 13,6 Millionen Euro. Allerdings hätten Sonderaufwendungen wie zum Beispiel für Altersteilzeit oder die Neuorganisation der EVO die Ergebnisse beeinflusst. Brückmann zeigte sich daher zufrieden: "Wir konnten unser gutes Ergebnis halten - damit haben wir unser erklärtes Ziel erreicht." Die Aktionäre erhalten wie im Vorjahr eine Dividende von 70 Cent je Aktie.

Gleichzeitig bestätigte der Aufsichtsrat des Unternehmens Dr. Kurt Hunsänger als Technikvorstand für weitere fünf Jahre. Der 55 Jahre alte Hunsänger ist seit Mitte 1998 zuständig unter anderem für Produktion, Netze, IT und die Arbeitssicherheit.