Kooperation

EVO und MVV Energie gründen gemeinsame Netzgesellschaft

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) und die Mannheimer MVV Energie AG gründen zum 1. Oktober 2006 eine gemeinsame Netzgesellschaft. Darauf haben sich die Unternehmensgremien in den vergangenen Tagen verständigt, so eine gemeinsame Erklärung.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Offenbach/ Mannheim (red) - Die neue Gesellschaft wird den Betrieb der Netze beider Gesellschafter übernehmen und soll ihren Sitz in Mannheim haben. Nach Angaben des für Netze und Technik zuständigen Vorstandsmitglieds der MVV Energie, Dr. Werner Dub, wird die MVV Energie 70 Prozent der Anteile halten. Die EVO werde sich mit 30 Prozent an der neuen Gesellschaft beteiligen.

Dub betonte, dass MVV Energie und EVO mit gebündelten Kräften wirtschaftlicher arbeiten und ihre Kosten im zunehmenden Wettbewerb senken könnten. Sein EVO-Vorstandskollege Dr. Kurt Hunsänger ergänzte: "Wir sind bereit für die nächste Phase der Liberalisierung der Energiemärkte. Im Verbund sind wir stark und können mit erhöhter Schlagkraft die Aufgaben meistern, die von Seiten der Politik, der Verbraucher und nicht zuletzt der Aktionäre an uns gestellt werden."

Mit der gemeinsamen Netzgesellschaft reagieren die Partner auch auf die Unbundling-Vorgaben des Gesetzgebers, wonach eine Trennung von Vertrieb und Produktion beim Netzbetrieb vorgeschrieben ist. Den Beschlüssen zufolge verpachten die Partner ihre Netze für die Sparten Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme und die entsprechenden Anlagen an die gemeinsame Gesellschaft. Das Eigentum an den Netzen bleibt bei der jeweiligen Muttergesellschaft. In der Netzgesellschaft werden rund 120 Arbeitnehmer von MVV Energie und EVO beschäftigt sein. Die gesamte Netzlänge beträgt rund 11.400 Kilometer. Durch die Netze von MVV Energie und EVO werden nach Unternehmensangaben jährlich rund 4.400 Gigawattstunden Strom transportiert.

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